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Sterbefälle in Pillau, Kreis Fischhausen/Ostpreußen


gesammelt und zusammengestellt von Manfred Wohnsdorf.

In diese Datenbank sind die Lebensdaten von Personen eingestellt, deren Sterbefall in der Zeit vom 14.01.1945 bis 03.04.1945 in Pillau, Kreis Fischhausen in Ostpreußen registriert wurde (Quelle: Helmut Blocksdorf, Pillau, Chronik eines Untergangs, Hamburg 2000). Die Angaben basieren auf den Aufzeichnungen des ehemaligen Pillauer Stadtbürodirektors Hugo Kaftan und den Feststellungen der Pillauer Ordnungspolizei. Danach wurden beim Pillauer Standesamt von Mitte Januar 1945 bis zum 3. April 1945 1.157 verstorbene Zivilisten registriert. Die tatsächliche Anzahl der seinerzeit in Pillau verstorbenen Personen ist nicht bekannt, weil für den Monat April 1945 keine Unterlagen vorhanden sind. Die Verstorbenen stammen aus allen Teilen Ostpreußens. Es waren überwiegend alte Menschen, Frauen und Kinder. Unter den Toten befanden sich mindestens 279 Kinder, überwiegend im ersten Lebensjahr. Todesursache waren Entkräftung und Krankheiten durch die erlittenen Strapazen, durch Kälte, Hunger, fehlende Nahrung für Kleinstkinder, aber auch Tod durch Luft- und Artillerieangriffe. Die Verstorbenen wurden durch Volkssturmmänner, Polizei- und Wehrmachtsangehörige auf dem zwischen der Nordermole und der Plantage in den Dünen nahe dem Strand angelegten Friedhof bestattet, der heute nicht mehr existiert. Insgesamt sollen dort mit den gefallenen und in den Lazaretten verstorbenen Soldaten etwa 8000 Menschen bestattet worden sein. Die Datenerfassung ist abgeschlossen.



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